Der Murchison-Falls-Nationalpark ist ein Nationalpark im Nordwesten Ugandas. Er hat eine Fläche von 3.877 km² und liegt 500 bis 1292 m über dem Meeresspiegel. Die Zufahrt befindet sich etwa 230 km von Kampala entfernt.

Der Park umfasst die größte geschützte Einzelfläche des Landes. Zusammen mit den angrenzenden, auf 600 bis 1300 m Höhe über dem Meeresspiegel liegenden Wildreservaten von Bugungu (473 km²) und Karuma (675 km²) bedeckt das Gebiet unter der Bezeichnung Murchison Falls Conservation Area eine Fläche von 5.025 km².

Die Savanne (Grasland) im Norden des Parks bevölkern typische Arten wie Löwen, Afrikanische Büffel, Elefanten, Uganda-Kobs (eine in Uganda verbreitete Antilopenart) und als Besonderheit die seltene Rothschild-Giraffe. Im Süden findet sich hauptsächlich Trockenwald. Der Westen wird von hügeligem Grasland und Papyrussümpfen dominiert, die östliche Baumsavanne ist durch dichten Wald von den Grassavannen getrennt. Namensgebend für den Park ist der Murchison-Wasserfall. Dort stürzt der Viktoria-Nil, der zum Weißen Nil gehört, in imposanter Weise mit 43 m Fallhöhe über eine Stufe, nachdem er sich durch eine Engstelle des Ostafrikanischen Grabens gezwängt hat, und fließt in den Albertsee, den er in nördlicher Richtung wieder verlässt. Damit bildet der Viktoria-Nil an dieser Stelle die Westgrenze des Nationalparks. Unter dem Murchison-Wasserfall gibt es Nilkrokodile, die sich auch von Tieren ernähren, die Opfer des Wasserfalls wurden, Flusspferde und viele Vögel. Auch der seltene Schuhschnabel ist dort zu finden.

Im Südosten des Parks liegt der Budongo-Wald (Bodongo Forest Reserve), in dem typische Regenwald-Bewohner und vor allem mehrere Gruppen von Schimpansen leben.